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Autor: Ellen

Blähbauch während der Periode

Wir sind ja eigentlich Team Periode und stolz darauf eine Vulva zu besitzen und zu bluten. Doch auch wir finden, dass es absolut verständlich und gerechtfertigt ist, dass man die eigene Menstruation manchmal ein klitzekleines bis großes bisschen hasst.

Zum Beispiel dann, wenn man während der Periode einen riesigen Blähbauch hat, der kaum von einem Babybauch zu unterscheiden ist und dazu auch noch höllisch wehtut — als wären die üblichen Menstruationsschmerzen nicht schon schlimm genug…

„Nein, ich bin nicht schwanger…“

„..Ich sehe nur so aus.“. Genau so fühlen sich manche Menschen während ihrer Periode. Ein Blick in den Zykluskalender oder die Zyklusapp lohnt sich da allemal, wenn man mal wieder das figurbetonte Kleid aus dem Kleiderschrank holen will und/oder ein Date oder vergleichbare wichtige Ereignisse bevorstehen.

Unsere Blähbauch-Facts

Eins vorweg: Ja, es gibt einen Zusammenhang von Verdauungsbeschwerden und dem Menstruationszyklus. Leider gehört der Blähbauch zu den häufigsten prämenstruellen Beschwerden. Wieso das so ist? Ganz einfach! Die Gebärmutter befindet sich nicht weit entfernt vom Darm, der ja bekanntlich für unsere Verdauung zuständig ist. Doch was hat diese körperliche Nähe von Gebärmutter und Darm mit einem Blähbauch zu tun? Der Grund für den aufgeblähten Bauch sind Hormone. Die haben aber auch wirklich überall ihre Finger im Spiel!

Hormone, Hormone, Hormone

Progesteron, auch bekannt als Gelbkörperhormon, wird nach dem Eisprung, also in der 2. Zyklushälfte vermehrt gebildet. Dieses Hormon hat eine muskelentspannende Wirkung, welche dabei hilft, die Gebärmutterschleimhaut nach dem Eisprung abzubauen. Leider wird dadurch nicht nur die Gebärmutterschleimhaut, sondern auch der gesamte Magen-Darm-Trakt, der sich ja in der umliegenden Nachbarschaft befindet, etwas entspannter als sonst. Was daraus resultiert, sind Blähungen und ein aufgeblähter Unterbauch.

Mit der richtigen Ernährung den Blähbauch bekämpfen

Mit der richtigen Ernährung könnt ihr nicht nur allgemein etwas für eure Gesundheit und euren Körper tun, sondern beugt so auch einem Blähbauch und Verdauungsproblemen vor. Kräuter wie Kümmel, Fenchel, Anis und Kamille lassen sich als Tee perfekt gegen solche einsetzen und auch Dill, Ingwer und Koriander wirken blähungshemmend. Auf der Abschussliste sollten Gemüse und Obst wie Bohnen, Kohl, Zwiebeln und Pflaumen, aber auch industrieller Zucker und Alkohol stehen. Und für alle Pommesliebhaberinnen kommt jetzt die bittere Wahrheit: auch wenn viele während der Periode Heißhunger auf frittierte Sonnenstrahlen und alles, was schön fettig und salzig ist haben, solltet ihr unbedingt auf stark frittiertes Essen verzichten.

Was ihr euch merken müsst

Eure Ernährung entscheidet nicht nur darüber, ob der Bauch während der Periode aufgebläht ist oder nicht, sondern kann auch den gesamten Zyklus stark beeinflussen. Achtet daher während eurer Menstruation darauf, dass ihr möglichst auf folgende Lebensmittel verzichtet:

  1. Zucker und Salz: Salz fördert die Einlagerung von Wasser im Körper. Zu viel industrieller Zucker lässt den Blutzuckerspiegel stärker schwanken und stimuliert so die Lust auf Süßes.  

  2. Kaffee: Kaffee erhöht den Östrogenspiegel, fördert PMS und hat zudem noch einen schlechten Einfluss auf den Magnesiumspiegel im Körper, welcher gegen Regelschmerzen schützt.

  3. Alkohol: Alkohol macht unsere Probleme jetzt auch nicht mehr besser… Spaß beiseite: Auch auf Alkohol solltet ihr während eurer Periode verzichten, da er euren Magen zu sehr reizt.

 

Wir hoffen, dass ihr euch mit diesen Tipps zukünftig wohler fühlt und dem lästigen Blähbauch so den Kampf ansagen könnt! 🙂

10 Mythen rund um die Menstruation

Immer wieder sind verschiedenste Gerüchte und Mythen über die Periode im Umlauf. Vom Einfluss des Mondes auf eure Periode bis hin zur Entjungferung durch einen Tampon – wir haben diese Mythen für euch genauer unter die Lupe genommen.

 Mythos Nr. 1: Während der Periode kann man nicht schwanger werden.

Zwar gilt eine Schwangerschaft während der Periode als ziemlich unwahrscheinlich, allerdings besteht auch hier nicht vollkommene Sicherheit. Insbesondere Menschen mit einem kurzen Zyklus können ihren Eisprung auch dementsprechend früh bekommen. Da Spermien eindrucksvolle 5 Tage im Körper überleben können, ist eine Befruchtung der Eizelle in solch einem Fall nicht ausgeschlossen. Spermien sind nun mal hartnäckige Überlebenskünstler!

Mythos Nr. 2: Wenn die Periode nicht rechtzeitig einsetzt, ist man sicher schwanger.

Sicher kennt ihr das Unbehagen, wenn die Periode einfach nicht rechtzeitig kommen möchte. Man beginnt wie wild auszurechnen, ob eine Schwangerschaft infrage kommen könnte und ehe man sich versieht, steht man in der Drogerie mit einem Schwangerschaftstest in der Hand. Oftmals ist der offensichtlichste Grund jedoch nicht automatisch auch der Richtige. Das Ausbleiben eurer Periode kann viele Ursachen mit sich tragen. Zum einen können psychische Belastungen wie Stress oder ungewohnte Veränderungen im Leben euer hormonelles Gleichgewicht durcheinanderbringen. Zum anderen können auch Gründe wie Leistungssport, rapide Gewichtsabnahme, Übergewicht sowie die Wechseljahre einen unregelmäßigen Zyklus herbeiführen.

Mythos Nr. 3: Sex während der Menstruation ist ein No-Go.

Viele Frauen sowie Männer sehen Geschlechtsverkehr während der Periode nach wie vor als Tabu-Thema an. Grundsätzlich sollte jeder für sich selbst entscheiden, womit man sich wohlfühlt. Aus einem medizinischen Blickwinkel spricht allerdings absolut nichts gegen Sex während der Blutung. Vorsichtshalber ist es jedoch sinnvoll ein altes Handtuch unterzulegen, damit es während dem Gefühlshoch auch zu keiner Sauerei kommt. Zusätzlich ist eine gewissenhafte Verhütung nach wie vor ein Muss, da die Chance, wie wir oben geklärt haben, auch während der Periode schwanger zu werden, existiert. Übrigens: Ein Orgasmus soll sich sogar schmerzlindernd auf Regelbeschwerden auswirken – wenn das nicht mal ein Argument für euren Partner oder eure Partnerin (oder euch) ist! ?

Mythos Nr. 4: Während der Periode sollte man auf Sport verzichten.

Dies entspricht wohl mehr einer gemütlichen Ausrede, als der Wahrheit. Insofern ihr nicht unter starken Regelschmerzen leidet und euch im Bett zusammenrollen müsst, spricht nichts gegen Sport. Ganz im Gegenteil: Durch die zusätzliche Sauerstoffversorgung der Muskeln wird somit sogar Regelbeschwerden vorgebeugt.

Mythos Nr. 5: Schwimmen während der Periode ist nicht möglich.

Auch auf den Schwimmsport muss nicht zwangsweise verzichtet werden! Es ist nur wichtig, dass ihr einen Tampon (oder eine Menstruationstasse) verwendet und diesen vor und nach dem Schwimmen wechselt. Die ELLEN Sport Tampons wurden speziell für Menschen entwickelt, welchen auch beim Schwimmen Hygiene sehr wichtig ist! Am unteren Teil des Tampons befindet sich eine wasserabstoßende Schicht, die dabei hilft, das Eindringen von verschmutztem oder chloriertem Wasser in die Vagina zu verhindern. Also steht dem Badevergnügen nun wohl nichts mehr im Weg.

Mythos Nr. 6: Der Mond nimmt Einfluss auf den Menstruationszyklus.

Alle Astrologie-Liebhaber werden wir hiermit wohl leider enttäuschen müssen: Obwohl der Mond zwar auch seinen Zyklus hat, beeinflusst dieser den weiblichen Menstruationszyklus jedoch in keinster Weise. Was er aber sicherlich bei einigen Menschen beeinflusst, ist das allgemeine Schlafverhalten und/oder die innere Gefühlslage und Stimmung.

Mythos Nr. 7: Jungfrauen sollten von Tampons fernbleiben.

Viele behaupten, dass Tampons zur frühzeitigen „Entjungferung“ von jungen Mädchen führen könnten. Normalerweise ist dies aber nicht der Fall. Die Schleimhautfalte hat eine kleine natürliche Öffnung und wird zusätzlich mit dem Einsetzen der Periode dehnbar. Somit sollte es also durch das Einführen eines Tampons nicht beschädigt werden.

Mythos Nr. 8: Während der Periode steigt der Heißhunger.

Die Veränderung unseres Hormonhaushalts während der Menstruation hat durchaus einen großen Einfluss auf unsere Heißhunger-Attacken. Insbesondere Schokolade wird gern vernascht und das zu Recht! Schokolade ruft Glückshormone hervor und das enthaltene Magnesium soll bei Unterleibskrämpfen helfen.

Mythos Nr. 9: Menstruierende haben immer schlechte Laune während ihrer Periode.

Die Hormonumstellung während der Periode kann ohne Frage zu Stimmungsschwankungen führen. Dies ist aber bei jeder Person unterschiedlich und muss auch nicht zwingend eintreten. Jeder hat wohl mal einen schlechten Tag und einige Menschen haben während der Menstruation mit ziemlichen Schmerzen zu kämpfen. Da ist der ein oder andere schnippische Kommentar wohl verzeihbar, oder? ?

Mythos Nr. 10: Wenn Menstruierende viel Zeit miteinander verbringen, wird der Zyklus synchron.

Last but not least: Der am heißesten diskutierte Mythos. Am Arbeitsplatz oder auch Zuhause ist euch sicher schon einmal aufgefallen, dass der Zyklus manchmal zeitlich nah beieinander liegen kann. Leider ist über diese Behauptung keine eindeutige Aussage möglich. Es gibt zahlreiche Studien, die dafür sowie aber auch dagegen sprechen, sodass der synchrone Zyklus immer noch ein Mysterium bleibt. Ist aber doch schön, wenn man sich gegenseitig während dieser Zeit unterstützen kann, weil man weiß, dass die Liebsten gerade dasselbe durchstehen müssen, oder?

Na, fühlt ihr euch jetzt etwas aufgeklärter? ? Uns war es sehr wichtig mit diesen Mythen endlich mal reinen Tisch zu machen! Zwar entscheiden wir nicht selbst, dass wir bluten müssen, allerdings können wir uns dazu entscheiden, uns nicht dadurch einschränken zu lassen!

Wie du deine Vagina glücklich machen kannst

Das Thema Vagina beschäftigt wohl fast jede Person die eine besitzt und das zu Recht. Zufriedenheit und Wohlbefinden hängen nämlich eng mit dem Gleichgewicht des Intimbereichs zusammen.

Aber keine Sorge! Für eine gesunde Intimflora gibt es tatkräftige Unterstützung durch bestimmte Lebensmittel, mit denen man nicht nur seinem Körper etwas Gutes tut, sondern auch vor allem dem Intimbereich.

1.) Avocado gegen Intimtrockenheit

 

Avocado ist die Trendfrucht schlechthin und kommt mittlerweile auch in Deutschland vermehrt auf den Tisch.  Dafür ist euch eure Vagina mehr als dankbar, denn die tropische Frucht enthält gesunde Fette und Vitamin E. Sie trägt nicht nur dazu bei unsere Körperzellen gesund und leistungsfähig zu halten, sondern wirkt auch Trockenheit im Intimbereich entgegen. Wer doch lieber auf alternative Superfoods zurückgreift: Süßkartoffeln sind auch ein wunderbarer Lieferant für Feuchtigkeit im Intimbereich.

2.) Calcium gegen PMS

 

Die typischen PMS-Beschwerden (Prämenstruelles Syndrom) wie Spannungsgefühle in den Brüsten, Stimmungsschwankungen, Blähungen und Unterleibsschmerzen kennt wohl jede menstruierende Person leider zu gut. Diese unerfreulichen Symptome können jedoch durch einen wichtigen Mineralstoff gelindert werden: Calcium. Lebensmittel, die reich an Calcium sind, sind zum Beispiel Spinat oder Brokkoli. Die enthaltenen Mineralien und Vitamine regen aktiv den Blutkreislauf an, was die Periode für euch erträglicher machen kann.

3.) Lachs für mehr Erregung & gegen Unterleibsschmerzen

 

Das rosa Fleisch des Lachses ist ein echtes Wundermittel für eure empfindlichste Körperregion! Es ist nämlich vollgepackt mit jeder Menge Vitamin D, sowie außerordentlich gesunden Omega-3-Fettsäuren. Diese tun nicht nur eurer allgemeinen Gesundheit gut, sondern kurbeln auch die Durchblutung an. Das bedeutet, dass auch in unseren Unterbauch stetig frisches Blut fließt, was letztendlich in stärkerer Erregung resultiert. Eine Alternative für alle Vegetarier sind Nüsse.

Machen sich die ziehenden Unterleibsschmerzen, die mit der Periode einhergehen, mal wieder bemerkbar, kann Lachs auch hier Abhilfe schaffen! Ausgelöst werden die Unterleibsschmerzen durch die Freisetzung von Gewebshormonen in der Gebärmutter. Diese bewirken, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht und Gebärmutterschleimhaut ausgeschieden wird. Der Konsum von Lachs soll durch die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren eine krampflindernde und entzündungshemmende Wirkung haben und somit gegen die gemeinen Unterleibsschmerzen wirken!

4.) Joghurt für eine ausgeglichene Vaginalflora

 

Ähnlich wie der Darm, benötigt auch die Vagina gesunde Bakterien, um Infektionen zu bekämpfen, Schmerzen beim Sex zu verhindern und den natürlichen pH-Wert aufrecht zu erhalten. Lebensmittel, die wohltuende Milchsäurebakterien enthalten, sind ideal um eure sensible Intimflora im Gleichgewicht zu halten. Gerät diese nämlich ins Wanken, kann es zu unangenehmen Blasenentzündungen, Pilzen oder anderen Infekten kommen. Probiotische Lebensmittel wie Joghurt sind aus diesem Grund besonders wichtig für eure Ernährung! Falls ihr allerdings kein Freund vom Verzehr von Milchprodukten seid, empfiehlt  sich der Gebrauch der ellen® Probiotischen Tampons. Diese sind nämlich komplett laktosefrei, enthalten aber körpereigene Milchsäurebakterien, die euch dabei helfen, eine gesunde Vaginalflora zu erhalten!

5.) Früchte gegen Myome

 

Früchte sind nicht nur unheimlich lecker, sondern auch noch vollgepackt mit guten Nährstoffen und tatsächlich auch ein kleines Wundermittel gegen Myome! Myome sind gutartige Tumore, die oftmals im weiblichen Körper wachsen und Unterbauchschmerzen sowie unregelmäßige Perioden verursachen können. Früchte scheinen dem allerdings positiv entgegen wirken zu können und das Risiko für Myome zu senken. Also immer schön an den täglichen Apfel denken! 

Unser Geheimtipp: Früchte wie Ananas und Cranberry sollen für einen frischeren, leicht fruchtigen „Geschmack“ untenrum sorgen 😉

6.) Grüner Tee gegen Bakterien 

 

Grüner Tee enthält sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Catechine. Diese können, laut wissenschaftlichen Studien, mutmaßlich E. coli Bakterien zerstören. Dieser Bakterienstamm ist primär der Verursacher von Blasenentzündungen. In unserem letzten Blogbeitrag haben wir weitere wertvolle Tipps und Hausmittel gegen eine Blasenentzündung für euch zusammengefasst: www.intimgesundheit.info/infos/69-honeymoon-zystitis

7.) Wasser

 

Heute schon eine ausreichende Menge an Wasser getrunken? Wasser ist nicht nur ein Jungbrunnen, entgiftet und hält euch fit, sondern ist auch unheimlich wichtig für eure Intimzone. Denn wer genug Flüssigkeit zu sich nimmt, tut auch seiner Vagina einen großen Gefallen. Dabei wird nicht nur vaginaler Trockenheit vorgebeugt, sondern auch unangenehmen Gerüchen. Außerdem kann ein Glas Wasser vor dem Geschlechtsverkehr verhindern, dass sich eine Harnwegsinfektion einschleicht.

Mit diesen Lebensmittel-Tipps kannst du nicht nur deine Ernährung optimieren, sondern auch deine Vagina unterstützen und glücklich machen – Jackpot, oder?  😉

 

Honeymoon-Zystitis

Dauergrinsen, Schmetterlinge im Bauch und einem geht diese eine besondere Person nicht mehr aus dem Kopf: Frisch verliebt sein ist einfach ein wunderschönes Gefühl! 

Mit diesem Gefühlshoch kann sich jedoch leider schnell ein lästiger und vor allem schmerzhafter Nebeneffekt einschleichen: Die Blasenentzündung.

Die Blasenentzündung, auch „Honeymoon-Zystitis“ genannt, tritt häufig bei sexuell aktiven Menschen auf. Sie unterscheidet sich im Grunde nicht von einer herkömmlichen Blasenentzündung, sondern verweist vielmehr auf die Ursache des Infekts. Der englische Begriff „Honeymoon“ bedeutet Flitterwochen. Entstanden ist der Begriff „Honeymoon-Zystitis“ höchstwahrscheinlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts, da zu dieser Zeit die meisten Frauen ihren ersten Geschlechtsverkehr erst in der Hochzeitsnacht erlebten. Darauf folgten dann traditionell die Flitterwochen, in denen frisch verheiratete Frauen meistens mit den typischen Symptomen einer Blasenentzündung zu kämpfen hatten.

Symptome & Ursachen

 

Wenn man ein paar Tage nach dem Geschlechtsverkehr mit Brennen beim Wasserlassen, häufigem Harndrang oder Schmerzen im Unterbauch zu kämpfen hat, ist eine Blasenentzündung sicher. Der Grund hierfür ist, dass sich die Vaginalflora erst einmal an die neuen, zuvor unbekannten Bakterien des Mannes gewöhnen muss. Die Symptome verschwinden, wenn sich das Immunsystem an die neuen Bakterien gewöhnt hat.

Erschwerend hinzu kommt, dass durch häufigen Geschlechtsverkehr der Intimbereich gereizt wird und eventuell sogar minimale Risse entstehen können. Dies begünstigt das Aufsteigen der Keime in die Harnblase, die dort dann eine Entzündung verursachen.

Die meisten Blasenentzündungen werden durch Darmbakterien, die sogenannten Escherichia coli-Bakterien verursacht. Diese befinden sich im Darm sowie auf der Haut des Analbereichs. In den meisten Fällen sind sie harmlos, wenn sie allerdings in die Vagina und anschließend über die Harnröhre in die Blase gelangen, ist der Weg für eine akute Blasenentzündung geebnet.

Was viele allerdings außer Acht lassen: Auch manche Verhütungsmittel können schnell zum Verursacher einer Blasenentzündung werden. Beispielsweise begünstigen Diaphragmen oder Spiralen das Entstehen von Blasenentzündungen, da sie den Harntrakt reizen und das Eindringen von Bakterien fördern können. An dieser Stelle ist es sinnvoll sich über alternative Verhütungsmethoden zu informieren und sich Rat von seinem Gynäkologen beziehungsweise seiner Gynäkologin einzuholen.

Behandlung: Hausmittel & Tipps

 

In vielen Fällen kann glücklicherweise auf Antibiotika verzichtet werden, spezielle Hausmittel können bei der Behandlung nämlich Wunder bewirken:

  1. Tee aus Bärentraubenblättern wirkt entzündungshemmend und bekämpft die Krankheitserreger.
  2. Blasentees aus der Apotheke beinhalten speziell abgestimmte Inhaltsstoffe und unterstützen dadurch bei der Heilung.
  3. Die angenehme Wärme von Wärmflaschen wirkt krampflösend und schafft einen Wohlfühlmoment.
  4. Es ist wichtig viel Wasser zu trinken, damit die Bakterien gut ausgespült werden können.
  5. Auf keinen Fall den Harndrang unterdrücken, da die Bakterien schnellstmöglich ausgespült werden müssen.
  6. Man sollte darauf achten viel Schlaf und Ruhe zu bekommen. Der Körper wird durch die Krankheitserreger beansprucht und braucht ausreichend Zeit um sich zu regenerieren.

Sollten die Beschwerden allerdings nach einer Woche immer noch vorhanden sein, ist es wichtig einen Arzt aufzusuchen! Dieser kann gegebenenfalls ein Medikament bzw. Antibiotika verschreiben und die Symptome genauer untersuchen, um eine Niereninfektion zu verhindern.

Prävention: Tipps zur Vorbeugung

  1. Toilettenbesuch im Anschluss: Nach dem Geschlechtsverkehr sollte die Blase immer geleert werden. Bakterien und Erreger können so schnell wieder ausgespült und einer Blasenentzündung aus dem Weg gegangen werden.
  2. Doppelt hält besser: Mit Kondomen beugt man nicht nur einer ungewollten Schwangerschaft oder einer Übertragung von Geschlechtskrankheiten vor, sondern auch einer eventuellen Blasenentzündung.
  3. Hygiene: Intimpflege vor und nach dem Sex ist unglaublich wichtig. Das gilt für alle Beteiligten.
  4. Gleitmittel verwenden: Gleitgel macht es den Darmkeimen schwer in die Harnröhre einzudringen und die Blase zu entzünden.
  5. Gesunde Vaginalflora: Das saure Milieu im Intimbereich bietet Schutz vor Bakterien und wehrt Blasenentzündungen ab. Aus diesem Grund sollten sexuell aktive Menschen sorgfältig darauf achten, dass der pH-Wert ihrer Vagina immer sauer ist. Mit dem ellen pH-Control ist eine zuverlässige, hygienische und schmerzfreie Methode zur Bestimmung des vaginalen pH-Werts gewährleistet. Somit kann ein Ungleichgewicht der Vagina frühzeitig erkannt werden!

Wichtig ist es seinen Körper genau zu kennen um auf Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können. So kann man einer Honeymoon-Zystitis aktiv und sorgfältig vorbeugen! 🙂

 

Menstruations­blut als Stamm­zell­spende

Im menschlichen Knochenmark befinden sich blutbildende Stammzellen, die für die Bildung von verschiedenen Blutzellen verantwortlich sind.

Bei schweren Erkrankungen wie Leukämie, stellt eine Stammzelltransplantation eine aussichtsreiche Therapiemöglichkeit dar.

2007 haben Forscher im Menstruationsblut eine Art von Stammzellen entdeckt.
Die aus dem Menstruationsblut gewonnenen Zellen, könnten sich zu einer ganzen Reihe von Gewebearten, wie Nerven oder Herzmuskelzellen, entwickeln.

Woher stammen diese Zellen genau?

Die aus dem Menstruationsblut gewonnenen Zellen stammen aus der Gebärmutterwand. Die Gebärmutterwand ist während der Periode besonders durchblutet. Laut Forschern, teilten und vermehrten sich diese Zellen im Labor sehr viel schneller als beispielsweise Stammzellen aus der Nabelschnur.
Auch die Gewinnung von Stammzellen aus der Nabelschnur haben Forscher in den letzten Jahren zunehmend erforscht, denn dadurch, dass sie direkt nach der Geburt entnommen und in circa -180°C kaltem, flüssigem Stickstoff gelagert werden, altern sie nicht und bleiben von negativen Umwelteinflüssen und Krankheiten verschont.
Besonders das Gewebe der Nabelschnur enthält eine Vielzahl von Stammzellen, die für den Erhalt und die Regeneration des Bindegewebes, der Knochen, der Knorpel und der Muskeln zuständig sind.

Wir finden, da Menschen mit Vulva ja sowieso schon mehr körperliche Last zu tragen haben als Menschen ohne Vulva, alleine schon dadurch, dass sie monatlich unter Regelblutungsschmerzen leiden müssen, haben wir es verdient, dass die Forschung uns hier ein Denkmal setzt. Auch wenn die Forschung hier noch nicht so weit ist, sind wir gespannt und hoffen, mit unserem Menstruationsblut in der Zukunft Leben retten zu können.

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