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Tabuthema: Intim­trockenheit!

Es juckt und brennt untenrum? Das muss nicht immer etwas Schlimmes sein! Rund die Hälfte aller deutschen Personen mit Vulva sollen das Problem der Intimtrockenheit einmal betreffen, aber darüber sprechen möchte kaum eine. Wir brechen das Tabuthema und klären auf – denn Intimtrockenheit ist nichts, wofür ihr euch schämen solltet.

Die Symptome eines trockenen Intimbereichs

Es ist ganz normal und wichtig, dass die Vagina Flüssigkeit bildet. Die Flüssigkeit sorgt in der Vagina für den richtigen pH-Wert, damit sich Milchsäurebakterien vermehren können. Diese tragen zu einer gesunden Intimflora bei und geben den schädlichen Bakterien keine Chance, sich auszubreiten. Wenn die Vagina also zu trocken ist, können krankheitserregende Keime leichter Infektionen verursachen oder es kommt zu kleinen Rissen, die zu Schmerzen führen.
Die Folgen von Trockenheit im Intimbereich sind Juckreiz und Brennen. Jede Reibung wird zu einer schmerzhaften Erfahrung. Von Tangas oder engen Jeans solltet ihr euch in dieser Zeit dringend fernhalten, denn durch die Reibung kann es zu Verletzungen oder sogar Entzündungen und Krankheiten kommen. Dabei ist es egal, was ihr tut, ob beim Sex oder nur beim Sitzen; ein trockener Intimbereich lässt alles unangenehm werden.

Was sind die Ursachen für Intimtrockenheit?

Die Ursachen sind so individuell wie der Körper selbst. Die Intimtrockenheit kann eine psychische Herkunft haben und durch Stress, Angst, Nervosität oder Traumata hervorgerufen werden. Sie kann aber auch körperlich bedingt sein, zum Beispiel wenn ihr Hormonschwankungen habt oder euch in der Stillzeit oder Schwangerschaft befindet. Hormonelle Verhütung, der Zyklus und die Wechseljahre beeinflussen die Produktion der Vaginaflüssigkeit ebenfalls.
Hinzu kommen Krankheiten, die das Immunsystem schwächen, die Durchblutung hemmen oder den Hormonhaushalt durcheinanderbringen. So ist das Risiko während einer Chemotherapie oder einer Bestrahlung, bei Diabetes und Multiple Sklerose erhöht.
Bei anhaltender Intimtrockenheit ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um Ursachen ausfindig zu machen und schwerwiegende Probleme zu behandeln.

Hausmittel gegen Intimtrockenheit – ein gefährlicher Versuch

Bitte seht von klassischen Haushaltsmitteln ab. Oft genug gibt es User:innen im Internet, die darüber berichten, dass sie ihre Intimtrockenheit mithilfe von Hausmitteln überwunden haben. Wenn man nach Hausmitteln recherchiert, findet man schnell verschiedene Lösungen. Angefangen bei Olivenöl über Gleitgel bis hin zu Essigbädern. Die Wirksamkeit dieser Hausmittel ist allerdings nicht bewiesen und im schlimmsten Fall können sie eurer Vulva sogar schaden. Besonders ein Essigbad kann zu zusätzlicher Belastung führen und euer Problem nur noch verstärken.

Was kann man dann gegen Intimtrockenheit tun?

Für alle Frauen, die ihrer Vulva etwas Gutes tun wollen, gibt es die ellen® Probiotische Creme. Hierbei handelt es sich um eine pH-ausgleichende Intimcreme, welche mithilfe von Gynäkolog:innen speziell für die Vulva konzipiert wurde. Diese ist angereichert mit Probiotika und wirkt feuchtigkeitsspendend. Die enthaltenen Milchsäurebakterien produzieren Milchsäure und gleichen den pH-Wert aus, wodurch die Bedingungen für eine gute Vaginalflora geschaffen werden. Zusätzlich enthaltenes Kokosnussöl pflegt und schützt die Elastizität der Schleimhäute. Hormonfrei, parfümfrei und ohne Konservierungsstoffe und Wasser, um nicht auszutrocknen.

 

DSC_9179_klein.pngMEHR ZUR ELLEN® PROBIOTISCHEN INTIMCREME

ellen® Probiotische Creme – 15 ml, 12,90 € UVP

Erhältlich sind unsere Produkte auch bei Rossmann, dm ONLINE und natürlich in der Apotheke.

Unsere Vision: ellen® Intimate Care School

ellen® möchte Menschen mit Vulva ermutigen, ihren Intimbereich zu erforschen und besser kennenzulernen. Hierfür möchten wir von ellen® Informationen zur Intimgesundheit anbieten, die jederzeit und einfach zugänglich sind. Das Wichtigste hierbei ist, das Interesse am und das Wissen über den Intimbereich zu stärken und zu fördern. Eines unserer Ziele ist es, dass zwischen verschiedenen, häufig auftretenden Beschwerden im Intimbereich unterschieden werden kann und Gewissheit darüber existiert, wie der Intimbereich für ein besseres Wohlbefinden gepflegt werden kann, um somit unnötige Beschwerden zu vermeiden.
Wertvolle Ratgeber für die eigene Intimpflege, Tipps gegen Menstruationsbeschwerden und eine Anleitung, wie man sich selbst etwas Gutes tun kann, findet ihr in unserer Intimate Care School: https://www.intimatecareschool.intimgesundheit.info

Welt-Orgasmus-Tag – ein Interview zur weiblichen Lust

Anlässlich des Weltorgasmustages haben wir ein besonders spannendes und wichtiges Thema aufgegriffen, das oft hinter verschlossenen Türen bleibt – die weibliche Lust. In einem offenen und ehrlichen Interview haben wir uns mit der Influencerin Joann austauscht, um über eines der am meisten tabuisierten Themen in unserer Gesellschaft zu sprechen: die Selbstbefriedigung bei Frauen.

Von persönlichen Erlebnissen bis hin zu praktischen Ratschlägen – das Interview bietet tiefe Einblicke und ermutigende Worte für alle Frauen, die lernen möchten, ihre eigene Lust zu entdecken, zu akzeptieren und zu feiern. Lasst uns gemeinsam die Tabus brechen und einen Raum für offene und unterstützende Gespräche schaffen! Dich erwartet ein ehrlicher Austausch über weibliche Lust und Selbstakzeptanz mit Joann.

Joann zeigt mit ihrer Social Media-Präsenz einen authentischen Einblick in ihren Alltag ganz nach dem Motto „unperfekt perfekt“. Neben ihrem Instagram-Kanal @joanns.happyplace, produziert sie auch einen Spotify-Podacast namens „Matcha Date“. Ihr Ziel ist es, einen Safe Space zu bieten und zu mehr Selbstliebe zu animieren.

 

Bist du der Meinung, dass Selbstbefriedigung bei Frauen immer noch ein Tabuthema ist?

Joann: „Irgendwie schon. Mittlerweile ist unsere Gesellschaft oder zumindest meine Social Media-Bubble auf jeden Fall viel offener geworden, um über Themen wie Sex zu sprechen. Witze oder Konversationen darüber gehen leichter über die Lippen und sind vielen „weniger peinlich“. Aber über Selbstbefriedigung höre ich nur wenige Meinungen. Sie kommen von Sexualtherapeuten, Influencern, die diese Thematik aufgreifen oder Seiten, die sich Aufklärung zum Motto gemacht haben. Auch sehe ich wenig Werbung für Sextoys beispielsweise. Ich glaube, dass wir im Vergleich zu vorherigen Jahrzehnten wirklich schon sehr viel expliziter darüber sprechen. Im Freundeskreis war es bei mir nur bei einer Gelegenheit ein Thema ehrlich gesagt. Ich weiß aber auch nicht genau, woran das liegt. Denn genauso wie man seine Erfahrungen mit Sex besonders in jüngeren Jahren teilt, könnte man eigentlich auch über Selbstbefriedigung sprechen und sich Tipps geben. Hier darf mit Sicherheit noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt werden, besonders um sich selbst vielleicht zu verstehen, dass es etwas völlig Normales ist und aufzuklären, dass hier keine Scham notwendig ist.

Ehrlich gesagt habe ich auch gehadert, ob ich Teil dieses Postings sein möchte, da viele Menschen meine Meinung zum Thema Selbstbefriedigung lesen werden und dann würden sie ja wissen, dass ich das hin und wieder auch tue. 😃 Ja, Überraschung, wer denn nicht. 😃 Aber da merke auch ich, dass das Thema einfach noch zu sehr mit „Da spricht man nicht drüber und das macht man nicht“ behaftet ist. Irgendwas zwischen „zu privat“ und „versaut“, als hätte ich von einem Gastauftritt auf der Erotikmesse mit anschließendem Filmdreh gesprochen. (Wollte ich das machen, wäre auch das in Ordnung.)“

 

Welche Rolle spielen Medien und Popkultur deiner Meinung nach bei der Beeinflussung der weiblichen Identität und der Wahrnehmung von Frauen in der Gesellschaft?

Joann: „Vermutlich eine sehr große. Was wir sehen, empfinden wir als Norm. Daher finde ich Themen, die lange Zeit im Verborgenen stattgefunden haben, umso wichtiger für eine breite Kommunikation. Genau so wie wir mittlerweile häufiger durchschnittliche Körper in der Werbung sehen, Bilder, die nicht gepost oder bearbeitet sind und Menschen, die einfach so sind, sollten wir zeigen, wie natürlich und „normal“ Sexualität in all ihren Formen ist. Jungs fangen schon so früh an, darüber zu reden, wie sie sich „einen runterholen“ und prahlen mit ihrer Penislänge oder ihren drei Intimhaaren. Da ist das immer etwas Cooles und Starkes, wenn sie von ihrer Selbstbefriedigung reden. Warum sollten Frauen das nicht auch tun? Immerhin gibt es schon lange Dildo-Partys, an denen sicherlich sehr explizit über das Vergnügen allein gesprochen wird. Ich kann nur mutmaßen, da ich selbst nie auf einer war.

Man muss mit seinen Vorlieben nicht hausieren gehen, aber die offene Kommunikation zwischen Frauen beispielsweise kann sicher vielen helfen (z.B. bei Schwierigkeiten zum Orgasmus zu komme etc.). Frauen wurden lange genug in einem Rahmen gehalten, in dem sie sich ausleben dürfen. Als brave Mädchen und so, wie sich das für eine Frau eben gehört. Da brauchen wir wirklich noch einige Frauen in den Medien als Vorreiterinnen für die Bedürfnisse der Frauen.“

 

Wie hast du persönlich gelernt, Selbstbefriedigung als wichtigen Teil zu akzeptieren und zu schätzen?

Joann: „Ich habe grundsätzlich angefangen, mir weniger Gedanken über das zu machen, was andere denken könnten. Denn ich glaube, dass viele Frauen der Meinung sind, dass Selbstbefriedung etwas ist, was sich nicht gehört und z.B. in einer Beziehung/Ehe sowieso keinen Platz hat. Sehr viele haben sich vermutlich noch nie ausprobiert, da „man das ja nicht braucht“. Wenn das so ist, finde ich das völlig ok. Bei mir ist es auch kein festgelegtes Ritual, was ich regelmäßig praktiziere. Das kann an meiner langjährigen Beziehung und nun Ehe liegen. Hier darf jede für sich entscheiden, was sie braucht. Mir war es wichtig, mir jederzeit, wenn ich möchte, etwas Gutes zu tun. Völlig ohne Wertung und ohne „schlechtes Gewissen“ dem Partner gegenüber. Denn für mich ist die Nähe mit einem Partner einfach etwas anderes als Selbstbefriedigung. Außerdem habe ich so gelernt, was mir gefällt, um es dann klarer kommunizieren zu können.“

 

Möchtest du Vorurteile oder Missverständnisse bezüglich Selbstbefriedigung bei Frauen aufklären?

Joann: „Ehrlich gesagt bin ich hier noch nicht wirklich aktiv. Ich würde Gespräche mit Freundinnen aber immer zu diesem Thema führen, ohne dass es peinlich ist oder irgendwie verurteilt wird. Bisher war dieses Thema auf meinem Kanal nicht öffentlich, da ich mich nicht als Expertin sehe und da keine Tipps geben kann. Allerdings ist es etwas, dass uns doch alle in jeglichen Formen angeht. Ich wünsche mir, dass Frauen sich einfach ausprobieren. Wir haben genau so das Recht, unsere Sexualität zu erleben, wie auch Männer. Es ist absolut natürlich und es lohnt sich, dem Körper genauer zuzuhören. Niemand muss ein schlechtes Gewissen haben, sich „versaut“ fühlen oder das Gefühl haben, etwas Schlimmes zu tun. Selbstbefriedigung hat viele Vorteile, wie Stressabbau z.B., also ist es ja vielleicht einen Versuch wert.😉“

 

Welche Ratschläge würdest du Frauen geben, die möglicherweise Schwierigkeiten haben, über Selbstbefriedigung zu sprechen oder sie in ihr Leben zu integrieren?

Joann: „Ich würde sie fragen, was genau sie davon abhält. Ist es der Glaubenssatz „das macht man nicht“? Dann wirf den über Bord, denn das ist wirklich Bullshit. Die Zeiten, in denen Selbstbefriedigung durch die Religion verboten wurde oder mahnende Aussagen der Eltern getätigt wurden, sind vorbei. Niemand sollte sich für seine Sexualität schämen und jeder darf darüber sprechen, sich austauschen und kennenlernen. Wenn du dir mit diesem Thema unsicher bist, dann sprich doch einfach mal mit einer vertrauten Person darüber, wie sie das so handhabt oder ob sie dir vielleicht ein Produkt empfehlen könnte. Sicherlich gibt es auch viele professionelle Beratungen zum Thema Sexualität.
Und ansonsten probier es einfach mal aus. Ganz für dich, schließ dich in dein Schlafzimmer ein, machs dir gemütlich und entspann dich. Es gibt kein Richtig oder Falsch, es muss einfach nur dir gefallen!“

 

Danke an Joann, dass du Teil unseres Interviews bist und mehr über die Bedeutung von Selbstliebe und Selbstfürsorge an Frauen weitergibst. Es ist äußerst wichtig, über solche Tabus zu sprechen und sie endlich gemeinsam zu normalisieren! 🤎 Wenn du bei Joann vorbeischauen magst, findest du sie hier auf Instagram:

@joanns.happyplace

Alles rund um die Menstruation

Wusstet ihr, dass menstruierende Menschen in ihrem Leben etwa 500-mal bluten? In Zahlen sind das bis zu 30 Liter und insgesamt 7 Jahre ihres Lebens, die sie mit ihrer Menstruation verbringen. Wir wetten, dass allerdings nicht mal die Hälfte aller Menstruierenden wissen, aus welchen Bestandteilen dieses Blut überhaupt besteht. Damit ist jetzt Schluss, denn Ellen® klärt auf!

Während der Menstruation wird die Gebärmutterschleimhaut im Prozess einer Blutung abgestoßen. Außer bei einer Schwangerschaft und nach den Wechseljahren tritt eine solche Blutung ungefähr einmal im Monat auf. Die Menstruation beginnt während der Pubertät und endet mit den Wechseljahren. Laut Definition beginnt der Menstruationszyklus mit dem ersten Tag der Blutung, der als Tag 1 gezählt wird. Der Zyklus endet unmittelbar vor der nächsten Periode. Normalerweise dauert eine Menstruationsblutung 4 bis 8 Tage.

Aus welchen Bestandteilen setzt sich Menstruationsblut zusammen?

Die Menstruationsflüssigkeit enthält nicht nur Blut, sondern eine ganze Reihe unterschiedlicher Bestandteile, wie Hämoglobin, farbloses Blutplasma, Gewebeklümpchen, Partikel der Gebärmutterschleimhaut, Vitamine, Proteine, Eisen, Kupfer, Magnesium, Kalium und weitere Mineralstoffe sowie Immunzellen. Außerdem sind die abgestoßene Gebärmutterschleimhaut, Scheidenflüssigkeit sowie die unbefruchtete Eizelle Bestandteile der Flüssigkeit.

Wie hoch ist der Blutverlust während der Periode pro Tag?

Die Menge des Blutverlustes während der Menstruation kann mal mehr oder weniger sein. Im Durchschnitt verlieren menstruierende Menschen während der Regelblutung insgesamt etwa 60 ml Blut. Bei dieser Blutungsstärke dauert es etwa 4 Stunden, bis ein Tampon oder eine Binde normaler Größe vollgesogen ist. Üblicherweise treten während einer Menstruation zwischen 5ml und 80ml Menstruationsflüssigkeit aus dem Körper aus. Die stärksten Tage der Menstruationsblutung sind für gewöhnlich die ersten Tage des Menstruationszyklus.

Was kann man bei zu hohem Blutverlust während der Periode tun? 

Bevorzugt man eine hormonfreie Therapie, können rezeptfrei erhältliche Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac oder Paracetamol helfen. Sie lindern die Schmerzen und können möglicherweise gleichzeitig den Blutverlust verringern. Außerdem hilft Sport dabei die Beschwerden des PMS zu bessern und hebt gleichzeitig die Stimmung. Medikamente mit Tranexamsäure senken die Blutungsneigung, während Fruchtsäfte und Vitamin C die Eisenaufnahme erhöhen. Unter www.eisenmangel-ratgeber.de finden sich viele spannende und wertvolle Infos zum Thema Eisenmangel und was man dagegen tun kann – schaut gerne mal rein!

Unsere Vision: ellen® Intimate Care School 

Ellen® möchte Menschen mit Vulva ermutigen, ihren Intimbereich zu erforschen und besser kennenzulernen. Hierfür möchten wir von Ellen® Informationen zur Intimgesundheit anbieten, die jederzeit und einfach zugänglich sind. Das Wichtigste hierbei ist, das Interesse am und das Wissen über den Intimbereich zu stärken und zu fördern.

Eines unserer Ziele ist es, dass zwischen verschiedenen, häufig auftretenden Beschwerden im Intimbereich unterschieden werden kann und Gewissheit existiert, wie der Intimbereich für ein besseres Wohlbefinden gepflegt werden kann, um somit unnötige Beschwerden zu vermeiden.

 

Wertvolle Ratgeber für die eigene Intimpflege, Tipps gegen Menstruationsbeschwerden und eine Anleitung, wie man sich selbst etwas Gutes tun kann, findet ihr in unserer Intimate Care School.

 

Die erste Periode

Als erwachsene Person hat man sich mittlerweile mit der eigenen Monatsblutung arrangiert, als Kind oder Teenager kann sie jedoch die totale Überforderung darstellen, besonders wenn man durch Eltern, Geschwister oder Freunde nicht ausreichend bis gar nicht darauf vorbereitet wurde. 

Erinnert ihr euch noch an eure erste Periode?

Mit der Periode fallen normalerweise Begriffe wie „lästig“, „unangenehm“ oder auch „schmerzhaft“. Bei der ersten Monatsblutung wusste man noch nicht, was da eigentlich gerade mit dem eigenen Körper passiert, später gewöhnt man sich zunehmend daran. Mittlerweile gehört die Monatsblutung einfach dazu, manchmal wird sie von uns Personen mit Vulva sogar sehnlichst erwartet. Der Trend geht sogar so weit, die eigene Periode zu zelebrieren – auf keinen Fall sollen menstruierende Personen sich dafür schämen oder ihren eigenen Körper dafür hassen. Hashtags wie #stopperiodshaming, #periodpositivity und #periodpositive trenden zunehmend auf diversen Social Media Kanälen und sorgen zurecht für Aufruhr und einen Umbruch im Allgemeindenken. Auch wir bei Ellen® feiern unsere Menstruation auf unsere ganz persönliche Art!

Die erste Periode sollte für junge Menschen etwas Besonderes sein, denn sie ist ein Zeichen dafür, dass sich der eigene Körper langsam vom Kind zum Erwachsenen entwickelt. Leider ist diese Besonderheit nicht allgegenwärtig, sondern wird vielmehr von Unsicherheit und ungeklärten Fragen überschattet. Hier kommen erwachsene Vorbilder aus dem Bekanntenkreis ins Spiel, die schon ihre eigenen ersten Erfahrungen mit der Regelblutung gemacht haben.

Eltern-Kind Gespräch 

Um dafür zu sorgen, dass eure Kinder ihre erste Periode wirklich als etwas Besonderes erleben und um sie darauf vorzubereiten, kommt ihr nicht um ein aufklärendes Gespräch herum. Alles was ihr euren Kindern mit auf den Weg geben könnt, habt ihr selbst schon am eigenen Körper erlebt. Erklärt euren Kindern doch einfach genau, was im Körper von Menstruierenden jeden Monat aufs Neue passiert und warum dieser Kreislauf dann letztendlich mit der Regelblutung endet. Gebt ihnen das Gefühl ganz normal zu sein, erzählt ihnen von euren Erfahrungen und helft dabei ein gesundes Körperbewusstsein zu entwickeln, denn das ist für die weitere Entwicklung eurer Kinder überaus wichtig. Seid euren Kindern Supereltern, indem ihr ihnen direkt zu Beginn ihrer Entwicklung vermittelt, dass sie stolz darauf sein können zu bluten und sich ganz bestimmt nicht davor ekeln oder sich dafür schämen müssen. Erst wenn euer eigenes Mindset genau diese #periodpositivity widerspiegelt, könnt ihr euren Kindern auch ein Vorbild sein.

Unsere Vision: ellen® Intimate Care School

Ellen® möchte Menschen mit Vulva ermutigen, ihren Intimbereich zu erforschen und besser kennenzulernen. Hierfür möchten wir von Ellen® Informationen zur Intimgesundheit anbieten, die jederzeit und einfach zugänglich sind. Das Wichtigste hierbei ist, das Interesse am und das Wissen über den Intimbereich zu stärken und zu fördern.

Eines unserer Ziele ist es, dass zwischen verschiedenen, häufig auftretenden Beschwerden im Intimbereich unterschieden werden kann und Gewissheit existiert, wie der Intimbereich für ein besseres Wohlbefinden gepflegt werden kann, um somit unnötige Beschwerden zu vermeiden.

 

Wertvolle Ratgeber für die eigene Intimpflege, Tipps gegen Menstruationsbeschwerden und eine Anleitung, wie man sich selbst etwas Gutes tun kann, findet ihr in unserer Intimate Care School.

 

Zyklus-Yoga während des Eisprungs

Nach unserer ersten Zyklushälfte, in der wir uns energetisch fühlen, folgt die Phase des Eisprungs. Er ist der Höhepunkt unseres Zyklus. Diese Phase wird oft auch als der Sommer des Zyklus bezeichnet. In dieser Zeit fühlen wir uns voller Energie, fit und lebendig.

Das muss natürlich nicht immer so sein, denn jede Frau und jeder Zyklus ist anders. Achtet unbedingt auf euch und eure individuellen Bedürfnisse. Der Körper möchte während des Eisprungs befruchtet werden. Daher kann es sein, dass ihr vermehrt Lust auf Sex habt und euch grundsätzlich sehr wohl in eurem Körper fühlt.

Vinyasa Flows während der Eisprung-Phase

In dieser Zeit könnte unser Drang nach Aktivität kaum höher sein. Wir fühlen uns fit und haben den Wunsch, uns zu bewegen. Daher ist es die ideale Zeit, um neue Asanas einzuführen und eure Yoga-Routine zu etablieren. Vielleicht habt ihr Lust auf eine Challenge und macht jeden Morgen eine halbe Stunde Yoga. Außerdem könnt ihr in dieser Phase wunderbar herausfordernde Asanas einbauen, die eure Balance fordern. Ideal sind nun auch energetisierende Vinyasa Flows. Achtet dabei trotzdem immer auf euren Körper und die eigenen Grenzen. Geht nur soweit ihr könnt und überfordert euch nicht.

Asanas, die ihr jetzt machen könnt

Der Sonnengruß und verschiedene Varianten davon eignet sich ideal für den Zyklus-Sommer. Fließt durch kräftigende und herausfordernde Asanas und bringt euren Atem in Einklang mit euren Bewegungen. Das wird euch stärken und euch neues Selbstvertrauen geben. Auch der Pflug, bei dem ihr im Liegen die Beine hinter dem Kopf aufstellt, ist jetzt wunderbar geeignet. Mit dem Schulterstand, einem Kopfstand oder dem Krieger III könnt ihr eure Balance üben. Ebenso sind Asanas im Stehen mit Fokus auf das Becken und die Füße passend, um euch zu erden. Schließlich bietet sich die Zeit um den Eisprung auch dafür an, verschiedene Umkehrhaltungen, Drehungen sowie Vor- und Rückbeugen zu machen. Probiert einfach aus, was euch jetzt gut tut und auf was ihr Lust habt.

Yoga-Sequenz zum Nachmachen

Wir haben für euch einen kleinen Vinyasa-Flow zusammengestellt. Diesen könnt ihr einfach nachmachen. Achtet dabei aber bitte darauf, dass euch die Asanas nicht überfordern und geht nur so weit, wie es euer Körper zulässt.

 

Tadasana – Berghaltung: Wir beginnen in Tadasana. Stellt eure Füße hüftbreit auf und verwurzelt euch gut mit dem Boden unter euch. Die Arme sind neben dem Körper und die Handflächen zeigen nach vorne. Schließt für einen Moment die Augen und atmet tief ein und wieder aus. Kommt ganz in diesem Moment an.

 

Stehende Vorbeuge: Öffnet eure Augen wieder und bringt mit einer Einatmung die Arme über die Seiten nach oben und mit der Ausatmung vor eurem Herzen zusammen. Einatmen – Arme nach oben. Mit der Ausatmung beugt ihr eure Knie und bringt die Arme über die Seiten nach unten Richtung Boden. Der Rücken bleibt dabei ganz gerade. Die Schultern wollen weg von den Ohren. Ihr müsst die Hände nicht zum Boden bringen. Achtet vielmehr auf die Länge in eurer Wirbelsäule.

 

Halbe Vorbeuge: Einatmen – richtet den Oberkörper halb auf, sodass euer Rücken gerade nach vorne zeigt und im 90-Grad-Winkel mit den Beinen ist. Der Blick geht Richtung Boden und euer Nacken ist in Verlängerung der Wirbelsäule.

 

Schiefe Ebene: Ausatmen – kommt zurück in die ganze Vorbeuge und tretet zurück in die schiefe Ebene – die Liegestützposition. Einatmen hier und mit der Ausatmung setzt ihr die Knie am Boden ab und kommt langsam und kontrolliert auf den Bauch.

 

Aufschauender Hund: Kreist nun eure Schultern mit der nächsten Einatmung zurück, hebt euren Oberkörper an und kommt mit gestreckten Armen in den aufschauenden Hund. Der Bauch bleibt aktiv, sodass ihr euren unteren Rücken schützt. Der Blick geht Richtung Decke oder geradeaus.

 

Herabschauender Hund: Mit der nächsten Einatmung kommt ihr nach hinten auf eure Fersen und mit der Ausatmung tretet ihr zurück in den herabschauenden Hund. Ein tiefer Atemzug hier.

 

Schiefe Ebene: Einatmen – kommt zurück in die schiefe Ebene. Ausatmen hier.

 

Seitstütz: Mit eurer nächsten Einatmung dreht euch auf zur rechten Seite. Bringt den Arm nach oben Richtung Decke – der Blick folgt. Sollte diese Variante zu anstrengend sein, dann bringt euer unteres Knie zum Boden. Euer Blick kann auch geradeaus gehen, wenn ihr Probleme im Nacken habt. Bringt mit der Ausatmung euren rechten Arm zurück zur Matte und dreht euch wieder zur Mitte – Liegestützposition. Einatmen – dreht euch auf zur linken Seite.

 

Stehende Vorbeuge: Kommt zurück in die schiefe Ebene und tretet an den Anfang eurer Matte – ganze Vorbeuge.

 

Halbe Vorbeuge: Einatmen – halbe Vorbeuge, der Rücken ist gerade.

 

Stehende Vorbeuge: Ausatmen – ganze Vorbeuge.

 

Tadasana – Berghaltung: Einatmen – bringt eure Arme über die Seiten nach oben. Die Knie sind gebeugt und die Wirbelsäule ist lang. Mit der Ausatmung bringt die Hände vor eurem Herzen zusammen. Schließt die Augen und spürt nach. Verbeugt euch vor euch selbst und dankt euch dafür, dass ihr euch die Zeit für diese Yoga-Einheit genommen habt.

Ihr könnt diesen Flow einige Male wiederholen, wenn ihr mögt.

Zyklus-Yoga während deiner Periode

Unsere Periode ist der Winter unseres Zyklus. In dieser Zeit werden wir ganz ruhig, ziehen uns zurück und wollen am liebsten Zuhause bleiben. Auch auf Sport haben wir meist nicht so Lust. Das ist absolut in Ordnung und ihr solltet euch zu nichts zwingen. Hört auf euren Körper und achtet auf seine Signale.

Yin Yoga in der Menstruationszeit

Habt ihr doch das Bedürfnis nach etwas Bewegung, ist eine sanfte Yin-Yoga-Einheit sehr wohltuend. Yin Yoga ist eine ruhige und angenehme Form des Yoga. Hier geht es nicht darum, ordentlich ins Schwitzen zu kommen und Kalorien zu verbrennen, sondern durch intensive Dehnungen, die lange gehalten werden, das Fasziengewebe zu erreichen. Yin Yoga hilft euch dabei, zur Ruhe und vollkommen bei euch anzukommen. Gönnt euch während der Periode viel Zeit für euch. Vielleicht habt ihr auch Lust eure Gedanken aufzuschreiben und eine Intention für den nächsten Zyklus zu setzen.

Asanas, die ihr jetzt machen könnt

Grundsätzlich gilt: Seid achtsam mit euch! Zwingt euch nicht in tiefe Dehnungen zu gehen oder gar in einen Kopfstand. Langsame Bewegungen sind jetzt angebracht und unterstützen euch während eurer Menstruation. Vielleicht ist euch auch nur nach einem Spaziergang an der frischen Luft. Jetzt darf alles sein und ist genau richtig. Entscheidet ihr euch für eine kleine Yoga-Einheit, dann helfen euch Asanas im Sitzen oder Liegen. Legt euch zum Beispiel auf euren Rücken und winkelt die Beine an. Lasst die Knie entspannt zueinander fallen und legt eure Hände auf den unteren Bauch. Schließt eure Augen und atmet tief in den Bauch ein und aus. Ihr solltet während dieser Zeit besser keine Umkehrhaltungen (wie einen Kopf- oder Schulterstand) machen, da der natürliche Reinigungsprozess so gestört werden könnte.

Yoga-Sequenz zum Nachmachen

Abschließend haben wir für euch eine kleine Yoga-Sequenz zusammengestellt, die ihr ganz einfach Zuhause nachmachen könnt.

 

Kindshaltung: Wir starten in der Haltung des Kindes – Balasana. Kniet euch auf eure Matte, öffnet die Beine mattenbreit und legt euren Oberkörper und eure Stirn am Boden ab. Der Oberkörper schwebt hier meist leicht in der Luft. Er muss nicht zum Boden kommen! Falls eure Stirn nicht an den Boden kommt, könnt ihr auch ein Kissen darunter legen. Die Arme sind lang nach vorne ausgestreckt. Atmet tief in den Rücken ein und langsam wieder aus. Schließt dabei gerne eure Augen und verweilt in der Position für einige Minuten.

 

Sitzende Grätsche: Richtet euch langsam wieder auf und setzt euch leicht erhöht auf die Kante einer Decke. Die Beine öffnet ihr weit zu den Seiten. Greift von innen eure Oberschenkel und richtet eure Wirbelsäule auf. Euer Kopf zieht wie an einem durchsichtigen Faden nach oben Richtung Decke. Entweder bleibt ihr hier oder beginnt euch aus der Hüfte heraus mit geradem Rücken langsam nach vorne zu beugen. Die Hände können jetzt auch auf den Boden. Wichtig ist, dass ihr die Länge in der Wirbelsäule nicht verliert. Achtet auf die Grenzen eures Körpers und zwingt euch nicht in eine Dehnung. Ihr müsst nicht bis zum Boden kommen. Wichtiger ist die Länge in eurer Wirbelsäule. Stellt euch vor, dass die Brust nach vorne Richtung Füße ziehen will. Bleibt auch hier für einige, tiefe Atemzüge und genießt die angenehme Dehnung.

 

Liegender Schmetterling: Kommt langsam wieder nach oben, schließt vorsichtig eure Beine und legt euch Wirbel für Wirbel an den Boden ab. Stellt nun eure Beine angewinkelt auf und bringt sie zusammen. Die Knie fallen nach außen, während die Fußsohlen zusammenbleiben. Die Füße können weiter weg vom Körper, wenn das angenehmer ist. Legt gerne die Hände auf den unteren Bauch, schließt eure Augen und kommt ganz bei euch an. Bleibt in diesem liegenden Schmetterling für einige Minuten.

 

Beine zur Brust: Bringt eure Beine ganz achtsam wieder zusammen und zieht sie dann zur Brust. Umarmt die Beine und kreist langsam von der einen zur anderen Seite über den unteren Rücken. Verweilt hier solange ihr möchtet.

 

Savasana: Legt abschließend die Beine wieder ab. Die Füße sind hüftbreit geöffnet und fallen entspannt nach außen. Die Arme liegen, mit den Handflächen nach oben zeigend, neben dem Körper. Eure Schultern sind weit weg von den Ohren. Wenn ihr möchtet, könnt ihr euch nun auch zudecken oder ein kleines Kissen unter den Kopf legen. Schließt sanft eure Augen und atmet tief in den Bauch ein und durch den Mund wieder aus. Richtet für die nächste Minute eure volle Aufmerksamkeit auf den Atem. Lasst anschließend von dieser tiefen Atmung wieder los und lasst den Atem ganz natürlich fließen. Wenn Gedanken aufkommen, lasst sie einfach weiterziehen. Genießt für einige Minuten – gerne auch länger – diese angenehme Schlussentspannung – euer Savasana.

Natürlich und sicher verhüten mit der Natürlichen Familienplanung

Immer mehr Frauen suchen nach alternativen Verhütungsmethoden: Hormone sind out! Sie sind ein Lustkiller, können dafür sorgen, dass Haare scheinbar ohne Stopp ausfallen und die Haut sah auch schon mal besser aus.

Wenn die Pille oder andere hormonelle Verhütungsmittel dann abgesetzt werden, kann es lange dauern, bis ein regelmäßiger Zyklus wieder da ist. Genau das stört so viele Frauen. Doch was ist die Alternative? Eine Möglichkeit, sicher und gleichzeitig ganz natürlich zu verhüten, ist die Natürliche Familienplanung (NFP) nach dem Sensiplan. Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Natürlich und sicher? Das kann doch nicht funktionieren. Oh doch! Wir zeigen euch, was es mit NFP auf sich hat und für wen es geeignet ist.

NF – Was? Das steckt hinter der Methode “Natürliche Familienplanung”

NFP ist die Natürliche Familienplanung mit dem Sensiplan. Ausgearbeitet wurde diese Methode von der Malteser Arbeitsgruppe NFP in Zusammenarbeit mit deutschen Universitäten. Wie der Name schon verrät, eignet sich NFP nicht nur zur Verhütung, sondern auch zur Familienplanung. Die Grundidee ist, dass Frauen ihren Körper und ihren Zyklus genau kennenlernen. Durch verschiedene Symptome, die jeden Tag dokumentiert werden, können sie so herausfinden, wann fruchtbare Tage sind, in denen sie schwanger werden können. Und so funktioniert es:

Lernt euren Körper kennen: Temperatur, Zervixschleim und Gebärmutterhals

Der weibliche Zyklus ist in zwei Phasen eingeteilt. Beginn eines Zyklus ist der erste Tag der Monatsblutung. Die Dauer bis zum Eisprung ist die erste Hälfte des Zyklus. Nach dem Eisprung beginnt die zweite Hälfte des Monatszyklus. Dieser endet mit der nächsten Blutung wieder. Mithilfe verschiedener Körperzeichen könnt ihr herausfinden, in welcher Phase ihr euch gerade befindet und wann der Eisprung stattfindet. Denn nur während des Eisprungs sowie wenige Tage davor und bis maximal 18 Stunden danach kann eine Befruchtung stattfinden und ihr somit schwanger werden. Ziel der NFP-Methode ist es also, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen, sodass ihr in dieser Zeit zusätzlich mit Kondomen verhüten könnt.

 

Zu den Körperzeichen zählen unter anderem die Körpertemperatur, der Zervixschleim und Veränderungen des Gebärmutterhalses. Diese drei Faktoren verändern sich im Laufe des Zyklus. Steht der Eisprung bevor, steigt die Temperatur an, der Zervixschleim wird flüssiger und klarer, der Gebärmutterhals öffnet sich und sinkt tiefer. Durch die tägliche Beobachtung und Dokumentation dieser Anzeichen mithilfe des Sensiplans könnt ihr daher herausfinden, wann der Eisprung stattfindet. Voraussetzung für die Sicherheit dieser Verhütungsmethode ist, dass ihr konsequent jeden Tag die Symptome beobachtet und euren Körper mit der Zeit sehr gut kennenlernt.

Eignet sich die NFP-Methode auch für euch?

Es bleibt die Frage, für wen sich die Natürliche Familienplanung eignet. Möchtet ihr mit NFP verhüten, solltet ihr Folgendes beachten:

 

Verantwortung übernehmen

Generell gilt: Jeder kann mit NFP verhüten oder eben auch eine Schwangerschaft planen. Wichtig ist, dass ihr diszipliniert seid und Eigenverantwortung übernehmt. Ihr könnt euch bei dieser Methode nicht mehr auf die Einnahme einer Pille oder sogar einfach nur auf die Spirale verlassen. Es liegt an euch, regelmäßig zu beobachten und zu beurteilen, wann ihr in eurer fruchtbaren Phase seid.

 

Keine Angst vor dem eigenen Körper

Deinen Körper wirst du mit der Methode sehr genau kennenlernen. Das bedeutet aber auch, dass du keine Angst davor haben solltest, dich selbst zu berühren und zu erkunden.

 

Geregelter Tagesablauf

Auch ein geregelter Tagesablauf ist wichtig für das Funktionieren der Methode. Die Temperatur beispielsweise solltet ihr jeden Morgen direkt nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen messen. Keine Sorge: Ausschlafen am Wochenende ist erlaubt.

 

Inzwischen gibt es außerdem einige Apps, die euch dabei helfen, die Körpersignale auszuwerten. So müsst ihr nicht mehr den Sensiplan ausdrucken, händisch ausfüllen und auswerten. Informiert euch im Voraus gut über die Methode und sprecht außerdem immer mit eurem Frauenarzt oder eurer Frauenärztin bevor ihr mit der Natürlichen Familienplanung startet.

Beckenboden­training

Was kommt euch bei dem Wort „Beckenbodentraining“ als Erstes in den Sinn? Wahrscheinlich denken viele von euch an zehn Muttis, die nach einer Geburt in einem viel zu kleinem Sportraum zusammen festsitzen. Klingt definitiv alles andere als sexy, jedoch kann Beckenbodentraining noch so viel mehr! Wir sagen nur eins: Orgasmus-Garant!

Nichts ist weniger sexy als „Beckenbodentraining“

Zugegebenermaßen klingt der Begriff und die damit verbundene Vorstellung wirklich nicht sonderlich erotisch. Was dahinter steckt, ist dagegen Erotik pur, denn Beckenbodentraining soll wahre Wunder in Sachen Orgasmus vollbringen. Glaubt ihr nicht? Wir beweisen es euch!

Doch lasst uns erst einmal ganz vorne anfangen; was ist das überhaupt, dieses Beckenbodentraining?

Beim Beckenbodentraining wird die Beckenbodenmuskulatur mithilfe eines effektiven Trainings gezielt gestärkt. Da die Muskelgruppe, die sich im Becken befindet, maßgeblich an unserer sexuellen Erregung beteiligt ist, kann Beckenbodentraining für intensiveren Sex sorgen und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit für einen Orgasmus erhöhen. Wie das am besten funktioniert? Ganz einfach! Durch An- und Entspannen des Beckenbodens wird das innere Gewebe gestrafft und somit die Durchblutung der äußeren Sexualorgane angeregt.

Nachfolgend liefern wir euch einige Tipps und Tricks, wie ihr ganz einfach zuhause ein paar effektive Trainingseinheiten absolvieren könnt.

Die Kegel-Übung

Ursprünglich sollte diese Übung in den 50er-Jahren Frauen helfen, nach der Geburt ihres Kindes eine schwache Blase zu stärken. Doch nicht nur ihre durch die Geburt verursachte Inkontinenz, sondern auch das sexuelle Empfinden besserte sich durch das Beckenbodentraining!

Wenn wir niesen, lachen oder schwere Dinge heben, wird unter anderem auch unsere Beckenbodenmuskulatur angespannt. Das Tolle an Beckenbodentraining ist, dass wir es überall machen können! Egal wo ihr seid, müsst ihr dazu einfach nur immer wieder eure Beckenbodenmuskulatur an- und wieder entspannen. Wichtig ist, dass ihr versucht, euren Po und eure Beine nicht gleichzeitig auch anzuspannen. Die Spannung haltet ihr dann drei Minuten lang, lasst locker und wiederholt die Übung bei Gelegenheit.

BECKENBODENTRAINING Für Fortgeschrittene

Personen, die sich den Orgasmus auch gerne einmal selbst verschaffen, können die Übung erweitern indem sie ihren Zeigefinger in die Vagina einführen. Wer eine trainierte Beckenbodenmuskulatur hat, sollte sie bei Anspannung stark am Finger spüren. Dann fühlt es sich nämlich so an, als würde die Vagina den eigenen Finger umklammern. Die Anspannung hält man dann für drei bis vier Sekunden und wiederholt die gesamte Übung 15 Mal. Wer jetzt Lust bekommt, das nicht nur an und für sich selbst auszuprobieren, sondern auch den Partner damit zu verwöhnen: Probiert das Ganze doch mal während dem Sex. 😉

Tampon VS. Menstruations­tasse – bei eingesetzter Spirale!

Schon lange sind sie auf dem Markt angekommen: die Menstruationstassen. Den Vergleich von Menstrual Cups und Tampons haben wir in unserem Beitrag „TAMPONS VS. MENSTRUAL CUPS“ bereits für euch gezogen.

Beide Periodenprodukte haben selbstverständlich Vor- und Nachteile, weshalb es umso schöner ist, dass Frauen sich heutzutage zwischen so vielen verschiedenen kleinen Helfern während ihrer Periode entscheiden können. Für alle unter euch, die aber eine Spirale zur Verhütung einsetzen und sich jetzt fragen: „Kann ich damit auch Menstrual Cups benutzen?“, lautet die Antwort „Ja, aber“, denn ein entscheidender Nachteil, über den wir im Folgenden sprechen werden, ergibt sich aus der gemeinsamen Nutzung schon.

Das Problem mit Menstruationstasse und Spirale

Bevor die Tassenliebhaberinnen unter euch verzweifeln, wollen wir euch beruhigen: Menstruationstassen und Spiralen lassen sich grundsätzlich kombinieren. Aber man muss es richtig und vor allem vorsichtig anstellen! Löst man beim Entfernen der Menstruationstasse den Unterdruck nämlich nicht richtig, kann es passieren, dass man beim Herausziehen des Cups seine eingesetzte Spirale direkt mit herauszieht. Das kommt vor allem dann vor, wenn die Tasse vorher zu tief eingeführt wurde, deshalb direkt am Muttermund sitzt und das Vakuum nicht gelöst wurde. Daher muss man sich beim Benutzen einer Menstruationstasse merken, diese niemals einfach nur herauszuziehen.

Schritt für Schritt die Menstruationstasse herausziehen

Damit die Spirale schön dort bleibt, wo sie auch hingehört, ist Ruckeln und Ziehen beim Herausnehmen der Menstruationstasse tabu! Stattdessen sollte man eine beziehungsweise beide Seiten der Tasse leicht mit dem Finger eindrücken, diese ein wenig zusammenpressen, sodass Luft entweichen und sich das Vakuum vollständig lösen kann und sie dann vorsichtig herausholen. Der Stiel der Tasse hilft dabei, ihre Basis zu finden und die Finger richtig anzusetzen. Drückt man die Tasse zusammen und holt sie C-förmig heraus, könnte man aber aus Versehen den Faden der Spirale einklemmen, wenn dieser zu lang ist. Das merkt man durch einen stichartigen Schmerz glücklicherweise sofort und kann rechtzeitig aufhören zu ziehen. Vor dem Entfernen empfiehlt es sich daher, vorsichtig den Rand der Tasse nach dem Rückholfaden abzutasten. Vorsichtshalber kann man den Faden aber auch vom Arzt kürzen lassen. Da Vorsicht besser als Nachsicht ist, lohnt sich vor dem Entleeren der Tasse außerdem der Blick hinein. Schwimmt nichts Spiralenartiges darin herum, ist alles gut gegangen! Allerdings sollte es nicht passieren, dass die Spirale unbemerkt im Menstrual Cup landet, denn ein versehentliches Herausziehen ist meist leider auch mit Schmerzen verbunden…

Spirale doch (fast) herausgezogen!?

In diesem Fall ist ein Besuch bei eurem Gynäkologen beziehungsweise eurer Gynäkologin unumgänglich! Diese/r kann euch helfen. Habt ihr die Spirale fast durch das Umfassen des Rückholfadens mit dem Menstrual Cup herausgeholt, dient der Gynäkologenbesuch der Vorsorge und um zu prüfen, ob noch alles richtig sitzt. In der Zwischenzeit solltet ihr auch anderweitig verhüten, beispielsweise mit Kondomen. Ist die Spirale tatsächlich mit herausgekommen, solltet ihr auf keinen Fall eigenständig versuchen, diese wieder einzusetzen, sondern den Arzt beziehungsweise die Ärztin eures Vertrauens darum bitten. Generell gilt es, den Sitz seiner Spirale regelmäßig überprüfen zu lassen, vorzugsweise alle sechs Monate.

Wer auf Nummer sicher gehen will…

… nutzt am besten als Spiralträgerin Tampons. Wer aber auf die nachhaltigere Alternative des Menstrual Cups keinesfalls verzichten möchte, muss während seiner Periode mit besonderer Vorsicht und Fingerspitzengefühl an die Sache mit dem Herausziehen herangehen.

Überfällig: Welche Ursachen das Ausbleiben deiner Periode haben könnte

Wenn sich die monatliche Blutung nicht zum gewohnten Zeitpunkt ankündigt, verfallen viele Menschen direkt in Panik und stellen sich folgende Fragen: „Bin ich schwanger?“ oder „Stimmt mit mir etwas nicht?“.

Zwar sind dies berechtigte Bedenken, jedoch existieren auch andere Faktoren, wie beispielsweise Stress oder große körperliche Belastung, die ein Ausbleiben der Periode herbeiführen können. Welche vielfältigen Gründe sich hinter einer ausbleibenden Regelblutung verstecken können, erfahrt ihr hier.

Der Hauptverdächtige: Die Schwangerschaft

Das Offensichtliche sollte wohl als Erstes erwähnt werden: Die Schwangerschaft. Wenn ihr in der letzten Zeit ungeschützten Geschlechtsverkehr hattet, könnte die ausbleibende Periode hiermit zusammenhängen.

Folgende Anzeichen könnten neben einer ausbleibenden Periode auf eine Schwangerschaft zurückgeführt werden:

  1. Müdigkeit
  2. Übelkeit
  3. Heißhunger
  4. Häufiger Gang zur Toilette
  5. Veränderungen der Brüste
  6. Stimmungsschwankungen
  7. Krämpfe

Sollten diese Symptome euch bekannt vorkommen, wäre es ratsam, einen Schwangerschaftstest durchzuführen, um Gewissheit zu haben.

Weitere natürliche Ursachen

Der Schwangerschaftstest ist negativ ausgefallen oder ihr hattet keinen ungeschützten Sex, jedoch lässt die Periode trotzdem auf sich warten? Folgende Gründe könnten auch eine Ursache sein:

  1. Stress: Psychischer Druck oder drastisch veränderte Lebensumstände sind eine der Hauptursachen für das Ausbleiben der Periode. Denn wenn unsere Nerven aus dem Gleichgewicht geraten, kann dies auch auf das hormonelle Gleichgewicht abfärben. 

  2. Körperliche Belastung: Striktes Training und extreme körperliche Überanstrengung können zu einem unausgeglichenen Hormonhaushalt führen.

  3. Starke Gewichtsveränderung: Eine plötzliche Gewichtsabnahme sowie auch -zunahme können euren Hormonhaushalt durcheinanderbringen und somit euren Menstruationszyklus beeinflussen.

  4. Dauerhafte Erkrankungen: Gewisse Erkrankungen, wie beispielsweise Diabetes oder eine Schilddrüsenerkrankung beeinflussen den weiblichen Hormonspiegel und führen somit Zyklusstörungen herbei. 

  5. PCOS-Syndrom: Bei dem polyzystischen Ovarsyndrom tritt ein Eisprung nur selten bis gar nicht ein. Die Ursache hierfür liegt bei kleinen zystenähnlichen Blasen an den Eierstöcken, die die Hormonbildung stören. 

  6. Stillzeit: Für stillende Mütter ist eine unregelmäßige oder komplett ausbleibende Periode ganz normal. Achtung! Dies ist aber kein Freifahrtschein, um auf Verhütung zu verzichten, denn trotz ausbleibender Regel findet der Eisprung statt! Wenn ihr also nicht direkt im Anschluss nochmals schwanger werden möchtet, ist ein sicheres Verhütungsmittel wichtig. 😉

  7. Verhütungsmittel: Das Absetzen der Pille kann ein unerwartetes Ungleichgewicht der Hormone hervorrufen, woran sich euer Körper zunächst wieder gewöhnen muss.

  8. Menopause: Der Beginn der Menopause ist mit vielen körperlichen Veränderungen verbunden, auf die man nicht vorbereitet war. Grundsätzlich tritt die Menopause zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auf. Ihr Östrogenspiegel sinkt, wodurch es nur noch vereinzelt zum Eisprung kommt.

So kannst du deinem Hormonhaushalt wieder zur Balance verhelfen

Wie wir nun feststellen konnten, sind die Gründe für eine ausbleibende Periode vielfältig und müssen nicht immer direkt eine Schwangerschaft bedeuten. Denn in erster Linie ist es ein Hilfeschrei eures Körpers, etwas achtsamer mit ihm umzugehen.

Also seid nicht zu streng zu euch selbst und tut euch etwas Gutes! Achtet darauf, euch nicht zu überanstrengen, euch gesund und vor allem ausgewogen zu ernähren und Stressquellen zu eliminieren.

Ab welchem Zeitpunkt ist man tatsächlich überfällig?

Wenn die Periode nicht wie gewohnt im exakten Zeitpunkt anklopft, heißt es nicht direkt, dass ihr auch überfällig seid. Der Menstruationszyklus ist genau so wie ihr selbst einzigartig! Natürliche Schwankungen von zwei oder drei Tagen in eurem gewohnten Zyklus sind also harmlos. Viele Menschen erleben sogar von Zeit zu Zeit eine Verschiebung von ein bis zwei Wochen.

Wichtig ist, dass ihr euren Körper sowie Zyklus kennenlernt, sodass ungewöhnliche Abweichungen schneller auffallen. 🙂 Solltet ihr euch unwohl fühlen oder eure Periode mehrfach ausgefallen sein, kann ein Besuch bei eurem Gynäkologen oder eurer Gynäkologin für Sicherheit sorgen.

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