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Menstruationsbeschwerden: Ursachen und Tipps

Periode erwartet uns. Während unser Körper uns für etwas Wundervolles und Neues vorbereitet und wahre Wunder für uns schafft, sind wir meist damit beschäftigt, diese Zeit zu verfluchen. Blut, Hormonschwankungen und am schlimmsten: die Schmerzen. Was hat es damit auf sich und was könnt ihr tun, wenn ihr nicht nach Tabletten greifen wollt?

Was passiert während der Periode?

Der weibliche Körper folgt einer Abfolge von verschiedenen hormonellen Vorgängen und Phasen, die alle zusammen als Menstruationszyklus bezeichnet werden. Dieser Zyklus dauert zwischen 25 bis 31 Tagen, wobei dies von Mensch zu Mensch variieren kann. Der Start eines jeden Zyklus ist allerdings immer die Periode.

Die Gebärmutter-Schleimhaut kleidet den Uterus von innen aus und besteht aus zwei Schichten. Die äußere Schicht nennt sich Basales und grenzt an die Gebärmutter-Muskulatur. Die zweite Schicht wird während des gesamten Zyklus aufgebaut und nennt sich Funktionalis. Diese sorgt dafür, dass sich potenziell befruchtete Eizellen einnisten können. Kommt es zur Periode, wird genau diese wieder abgestoßen und mit etwas Blut ausgeschieden, damit der Prozess von Neuem beginnen kann.

Wie entstehen die typischen Menstruationskrämpfe?

Es gibt mehrere Faktoren, die zu Menstruationskrämpfen führen können. Unter anderem liegt das daran, dass sich der Uterus während der Periode zusammenzieht, um die Gebärmutterschleimhaut abstoßen zu können. Dieser Vorgang kann zu Schmerzen im Unterbauch führen. Zusätzlich produziert der Körper chemische Verbindungen namens Prostaglandine, die die Kontraktionen des Uterus verstärken können. Auch hormonelle Veränderungen können dazu führen, dass Schmerzen verstärkt werden. Besonders Östrogen und Progesteron können den Zyklus beeinflussen und den Schmerz verschlimmern.

Jede Person reagiert anders auf den Menstruationszyklus. Die einen haben stärkere Schmerzen, die anderen eher weniger starke. Abgesehen von den klassischen Unterleibsschmerzen kann es außerdem zu Kopfschmerzen, Übelkeit (mit Erbrechen), Blähungen, Durchfall oder Verstopfungen kommen. Und ganz von den körperlichen Symptomen abgesehen: die psychische Belastung. Nicht selten leiden Menstruierende während der Periode unter Müdigkeit, Reizbarkeit, Nervosität und Depressionen.

In den meisten Fällen sind diese Symptome alle völlig normal und gehören leider zur Periode dazu. Allerdings gibt es auch den Fall, dass die Menstruationskrämpfe von Krankheiten kommen. Darunter fallen folgende Krankheiten:

  • Die primäre Dysmenorrhö: hierbei gibt es keine feststellbaren Ursachen. Der Prostaglandinspiegel ist bei vielen Frauen mit primärer Dysmenorrhö stark erhöht, weswegen Experten vermuten, dass die Krankheit dadurch ausgelöst wird.
  • Die sekundäre Dysmenorrhö: wird durch Anomalien in der Gebärmutter verursacht. Darunter fallen:
    • Endometriose: Tritt auf, wenn Gewebe, das normalerweise nur innerhalb der Gebärmutterschleimhaut vorkommt, sich außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Diese Erkrankung ist die führende Ursache für sekundäre Dysmenorrhö, also schmerzhafte Menstruationen, die durch eine andere zugrunde liegende Erkrankung verursacht werden.
    • Adenomyose: Ist eine Erkrankung, bei der die Gebärmutterschleimhaut in die Wand der Gebärmutter hineinwächst. Dies führt dazu, dass die Gebärmutter während der Menstruationsperioden vergrößert und anschwillt.
    • Myome: Gutartige Tumoren, die aus Muskel- und Bindegewebe bestehen und innerhalb der Gebärmutter wachsen.

Außerdem gibt es viele andere Auslöser, wie zum Beispiel Zysten und Tumore, Beckenentzündungen oder Narbengewebe in der Gebärmutter.

Solltet ihr unter extremen Schmerzen leiden, dann solltet ihr das auf jeden Fall mit eine:m Ärzt:in abklären und sicher gehen, dass ihr gesund seid.

Tipps zum Vorbeugen von Menstruationsbeschwerden

Es gibt viele verschiedene Tipps, die euch bei Menstruationsbeschwerden helfen können. Was davon tatsächlich für euch wirkt, müsst ihr durch Testen herausfinden. Leider gibt es kein Geheimrezept, durch das alle Periodenschmerzen wie durch ein Wunder verschwinden. Auch zu Schmerztabletten möchte man nicht immer greifen, da diese bekannterweise nicht optimal für den Körper sind. Aber vielleicht können unsere folgenden Tipps eure Menstruationswoche etwas angenehmer machen.

Es gibt Hinweise aus Studien, dass Wärme die Schmerzen während der Periode lindern kann. Dafür könnt ihr Wärmflaschen, Wärmekissen oder Pflaster verwenden. Bitte achtet darauf, dass ihr euch keine Wärmflasche mit kochend heißem Wasser direkt auf den nackten Bauch legt. Die optimale Temperatur für eine sichere Verwendung einer Wärmflasche beträgt für Erwachsene zwischen 50 und 60 Grad Celsius. Die Wärme tut zwar gut, bringt jedoch nichts, wenn ihr euch dabei verbrennt.

Auch körperliche Aktivität kann in dieser Phase ein treuer Begleiter sein. Keine Sorge, damit meinen wir keinen Ausdauersport, denn wir wissen selbst, dass man in dieser Zeit lieber im Bett bleiben möchte. Unsere Empfehlung? Zyklus-Yoga! Die langsamen Bewegungen des sanften Yin-Yogas sind während der Periode sehr wohltuend. Wir haben euch hier bereits ein paar Übungen zusammen gestellt, die ihr euch gerne einmal anschauen könnt.

Außerdem ist das Stressmanagement genau so wichtig wie Selbstfürsorge und Achtsamkeit. Versucht euch während der Menstruation so wenig wie möglich zu stressen. Hört auf euren Körper und auf das, wonach ihr euch sehnt. Ob ein angenehmes Schaumbad oder Zusammenrollen im Bett: erlaubt es euch, zu entspannen. Je entspannter ihr seid, desto weniger Schmerzen werden ausgelöst. Seht anstatt der ätzenden Periode vielleicht lieber eine Woche, in der ihr euch voll und ganz um euch und euer Wohlbefinden kümmern könnt. Der Körper weiß, was er braucht und wenn ihr darauf hört, dann wird er es euch danken.

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